Cirrusnebel / Veil Nebula - Schwan
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Teleskop Service Imaging Star 71mm f/4.9 Flatfield Apo - Wolfi Ransburg

Mittlere Auflösung
Volle Auflösung
Der Grund für die unterschiedliche Sterndichte -
eine Dunkelwolke
Bei fast allen Aufnahmen des Cirrusnebels sind Gebiete mit
unterschiedlicher Sterndichte auffällig. Besonders gut ist der Effekt bei NGC
6960, auch Sturmvogel genannt, zu sehen.
Das ist der Nebelteil mit dem hellen Stern 52 Cygni. Auf der linken Seite sind
weniger Sterne als auf der rechten. Diese tiefe Aufnahme zeigt auch, warum. Es
ist eine großflächige
Dunkelwolke, die das Licht der Sterne schluckt. Auffällig sind auch die
unterschiedlichen Sternfarben. Die Dunkelwolke verschiebt das Sternenlicht ins
Gelbliche.

Infos Teleskop, Kamera, Filter:
| Teleskop ................ | TS 71mm f/4.9 Imaging Star Flatfield Apo | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Montierung ............. | Skywatcher H-EQ5 Skyscan | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Kamera .................. | ATIK 11000M s/w CCD Kamera | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Autoguiding ............ | Starlight Lodestar | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Nachführung ........... | TS Doppelbefextigung und TS Refraktor 70/500mm | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Filterhalter .............. | TS Filterschublade - für 50,4mm ungefasste Filter | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Filter ...................... | Baader L-RGB Filterset | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Flatfield | Geoptik Flatfield Generator | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Bildfeld Korrektor ...... | Keine Korrektur, da der 71mm Apo bereits korrigiert ist |
Infos zur Aufnahme:
| Ort / Datum .............. | 06. September 2015 - Emberger Alm / ITT Kärnten |
| Wetter ..................... | Sehr gute Durchsicht aber extrem unruhige Luft - beim Blaukanal und Rotkanal haben ein paar durchziehende Wolken einen leichten Gradienten verursacht. |
| Belichtung ................ | - 10x600 Sekunden - Luminanz - je 4x600 Sekunden RGB - Dithering mit Maxim DL |
| Ausarbeitung ............ | Pix Insight: -- Dark, Flat, Bias -- Stacking - automatisches Entfernen der Hot Pixel -- Drizzeling beim Stacken -- Komplette Bearbeitung in Pix Insight -- Danach Umwandlung in Tiff und Vorbereitung für Web Präsentation mit Photoshop |
| Bemerkungen ........... | Diese Aufnahme ist eine Premiere, es ist meine erste Aufnahme mit dem 71mm Imaging Star. Das spannende bei diesem Teleskop ist das große gut auskorrigierte Gesichtsfeld und die gute Lichtstärke, immerhin mit f/4,9. Damit gelingen mit einer Vollformatkamera große Gesichtsfelder bei guter Auflösung. |
Infos Zum Objekt:
| Der Cirrusnebel oder Schleiernebel ist ein Überrest
einer Supernova, die vor etwa 18.000 Jahren stattgefunden hat. Grob kann
man den Nebel in drei Hauptbereiche unterteilen. NGC 6992 und NGC 6995
ist der hellste Bereich (auf der Aufnahme rechts oben). NGC 6974 und
6979 sind der stark zerfaserte mittlere Bereich. NGC 6960, auch als
Sturmvogel bekannt, ist der Nebelbereich um 52 Cygni auf der linken
Seite. Gerade im linken Bereich kann man sich richtig vorstellen, wie die Schockfront der Supernova auf dunkle interstellare Materie trifft, die diese Aufnahme als bräunliche dunkle Wolke zeigt. Die Materie wird verdichtet und fängt selbst zu leuchten an (der rötliche Bereich) oder wird von jungen Sternen angestrahlt (der bläuliche Bereich). Gut ist auch der Bereich ohne vorgelagerte Dunkelwolke zu sehen. Der Hintergrund und die Sternfarben klarer. Einige wenige Aufnahmen zeigen die wahre Größe dieser schwachen Dunkelwolke, sie ist größer, als der Cirrusnebel selbst. Ich finde, gerade hier ist gut zu sehen, wie der Tod eines Sterns wieder neue Sterne hervorbringt, indem interstellare Materie verdichtet wird und so der Sternentstehungsprozess eingeleitet wird.
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