M 57 - Ringnebel in der Leier
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TS Optics 14" f/8 RC Astrograph und ASI 1600 mono gekühlt - eine feine Kombi

M57 Ausschnitt - die schwache Galaxie rechts oberhalb ist IC 1296 mit nur
14,83mag vis. Helligkeit

Infos Teleskop, Kamera, Filter:
| Teleskop ................ | TS Optics 14" f/8 RC Astrograph | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Montierung ............. | GM4000 10Micron | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Kamera .................. | ZWO ASI 1600 cooled | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Autoguiding ............ | Starlight Lodestar | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Nachführung ........... | Leitrohr TSL804 80/400mm Leitrohr | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Filterhalter .............. | TS FEKM48 Filterschublade | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Filter Luminanz .............. | Baader 35nm H-Alpha Filter | ... mehr Infos im TS Online Shop |
| Filter RGB | Baader RGB Filter 2" | .. mehr Infos im TS Online Shop |
| Flatfield | Artifical Flat durch Pix Insight | ... |
| Brennweiten Reduzierung | TS Optics 2" 0,67x Brennweiten Reduzierung für RC | ... mehr Infos im TS Online Shop |
Infos zur Aufnahme:
| Ort / Datum .............. | Juli 2017 - Ostrand von München - Sternwarte Wolfi Ransburg |
| Wetter ..................... | - sehr schlechtes Seeing - fast Vollmond und späte Dämmerung, sowie leichter Dunst - es waren mit bloßem Auge nur Sterne bis etwa 4mag sichtbar. |
| Belichtung ................ | - Luminanz: 20x 35 Sekunden - RGB jeweils 10x 30 Sekunden - Kamerasteuerung und Autoguider Steuerung über Maxim DL |
| Ausarbeitung ............ | Keine Darks - Keine Flats Bildbearbeitung in Pix Insight und Photoshop Vorbereitung für Web Präsentation im Photoshop |
| Bemerkungen ........... | Das ist das First Light der Kombination TS 14"
RC und der ASI 1600 mono gekühlt. Die sensationelle Empfindlichkeit der
ASI 1600 hat mich wirklich überrascht. Trotz der widrigen Bedingungen ,
des Öffnungsverhältnisses von f/5.36 und des 35nm H-Alpha Filters war
der Zentralstern nach nur 35 Sekunden eindeutig da. Die Rohaufnahme
(Ausschnitt des zentralen Bereiches) weiter unten ist völlig
unbearbeitet. Nicht mal der Kontrast ist hochgezogen. Genauso kommt die
Aufnahme nach 35 Sekunden raus. Bei genauer Betrachtung ist sogar eine Andeutung der äußeren Hüllenstruktur des Ringnebels sichtbar. Sehr tiefe Aufnahmen zeigen mehrere Hüllen. Das Feld zeigt auch Galaxien weit jenseits von 15mag. Das Seeing war an diesem Abend sehr schlecht aber durch die relativ kurzen Belichtungszeiten sind die Sterne doch verhältnismäßig klein geblieben. Längere Belichtungszeiten würden zu deutlich größeren Sternen führen. Auch das ist ein Vorteil der hohen Empfindlichkeit der Kamera. Das Schöne ist, daß man in einer Nacht ein Objekt durchbelichten kann und hierfür keine extrem empfindliche Optik braucht. So macht Astrofotografie mir wirklich Freude. |
Rohbild - 35 Sekunden durch den 14" RC
mit ASI 1600 mono gekühlt

Infos Zum Objekt:
| M57, der Ringnebel in der Leier, ist eines der
beliebtesten Objekte für Amateure. Selbst in kleinen Teleskopen oder
durch größere Ferngläser ist der feine zarte Ring eindeutig zu erkennen.
Der Ringnebel ist der Überrest einer Nova. Als ein sonnenähnlicher Stern
seinen Wasserstoff Vorrat aufgebraucht hat, hat er sich zu einem roten
Riesen aufgebläht. Danach ist der Stern wieder in sich zusammengefallen
und ist zu dem kleinen Zentralstern in der Ringmitte geworden. Die äußeren Schichten hingegen entfernen sich durch den Bewegungsimpuls immer weiter von dem Stern und bilden eine wachsende Hülle. Die Ringform entsteht einfach, weil man an den Rändern auf mehr Materie schaut, als im Zentralbereich. Die Ringstrukturen selbst sind durch Schockfronten entstanden, die die Materie verdichten. Genau dieses Schicksal steht übrigens auch unserer Sonne bevor, allerdings erst in vielen Milliarden Jahren.
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